körper_SKULPTUR, 2018

Dauer: 1 Tag // Zielgruppe: Klasse 8-13

Handlungsort: Öffentlicher Raum und unmittelbare Umgebung der Schule.

Der Menschliche Körper im öffentlichen Raum als Skulptur und das Dokumentieren mittels Fotografie.

INHALT
Wir werden uns Fragen zum öffentlichen Raum sowie des eigenen, individuellen Handlungsraumes stellen. Mit welchem Verhaltenskodex behaftet agieren wir dort? Wie werden wir beeinflusst und von welchen Erwartungen sind wir erfüllt um uns im öffentlichen Raum zu verhalten? Wie können wir diese Muster für einen kurzen Moment außer Kraft setzen? Welche Überwindung kostet uns das?
Nach einer Einführung in die gestellte Aufgabe anhand von ein bis zwei Inszenierungen der ganzen Klasse durch mich werden die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen in den öffentlichen Raum entlassen. Dort werden sie mithilfe ihrer Klassenkameraden Kompositionen von Körper und Stadtraum entwickeln und mit der Kamera dokumentieren. (Mitunter werden sie erst einmal losgeschickt Orte zu finde, diese zu fotografieren um in die Ausdrucke dieser noch „leeren“ Bilder konzeptionell das gestellte Bild zu entwickeln. Wo müsste ein Körper hin um ein spannendes Bild zu entwickeln?) Hier ist sowohl die Komposition im öffentlichen Raum wie auch die Abbildung (das Foto oder vielleicht auch ein kurzes Video zur Dokumentation der Performativen Handlung) in seiner Gestaltung wichtig. Die Erfahrung von Bild-und Raumkomposition im zwei- wie im dreidimensionalem werden in den Mittelpunkt gerückt.

ZIEL
Jede einzelne Teilnehmerin und jeder Teilnehmer trägt dazu bei, eine andere Perspektive zu gewinnen. Es ist eine besondere Erfahrung, sowohl für die Akteure als auch für den Inszenierenden, zu sehen und zu begreifen, wie leicht wir einen Ort beeinflussen und verändern können wenn wir uns bewusst damit auseinander setzen und den Ort und unser gewöhnliches Verhalten hinterfragen. Es bedarf keines großen technischen Aufwandes um zu erfahren, dass wir ein Teil vom Ganzen sind und mitbestimmen können welchen Wert und welche Qualität jener Ort verbirgt. Die Realität lässt sich dabei auch einfach auf den Kopf stellen und absurde Gesten ergeben auf einmal einen Sinn. Das Neue braucht eine Form und die Erfahrung einen Wert.

Nach der Arbeit im öffentlichen Raum werden die entstandenen Fotografien und Ideenskizzen betrachtet und besprochen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer entscheidet sich für ein von ihr/ihm inszeniertem Bild welches auch ausgedruckt werden soll.


körper_SKULPTUR
körper_SKULPTUR
körper_SKULPTUR